Museumstage

MuseumsTage

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MuseumsTage

Sich sein ganz persönliches Lebensmuseum vorzustellen, ist ein interessantes Gedankenexperiment. MuseumsTage. Was würde ich mir in einigen Jahre zurufen, wenn ich auf mich in meinem Jetzt schauen würde? Wenn ich wie in einem Museum vor den Bildern stehe, aus denen mein Leben besteht. Was würde mich in meinem Museum erwarten? Wie würde ich den Raum betreten und ist er eher klein oder eine große Halle? Aus welchen Farben, Gerüche und Materialien wäre die Ausstattung? Und wären viele Menschen dort oder ich ganz allein? Wie würde es sich anfühlen da durchzulaufen? Ich stelle mir vor, wie ich wohlwollend auf hektische und unsichere Momente sehe. Wie ich die Hand ausstrecke, um sie mir beruhigend auf die Schulter zu legen. Ich sehe all die Bilder meines bisherigen Lebens vor mir mit den Momenten des Glücks, der Versuchung, des Mutes und der Verzweiflung und Traurigkeit. Ich sehe Orte, an denen ich gelebt und durch die ich gezogen bin. Und da sind die Gesichter der Menschen, die eine Bedeutung hatten und haben. Manche nur für eine gewisse Zeit und dennoch prägend. Andere begleiten mich schon lang. Was von all dem würde den besten Platz erhalten und was würde in einem unscheinbaren Seitengang hängen? Ein spannender Gedanke, nicht? Was würde ich zu manchen Menschen sagen wollen? Dass ich sie liebe, dass sie mir wehtun, dass ich sie gern an meiner Seite habe? Über welches Nicht-Gesagte würde ich mich ärgern? Ich schließ die Augen und probiere es aus. Und wenn ich die Bilder vor meinem geistigen Auge vorüberziehen lasse, kommen Worte wie diese durch meine Gedanken: Gib auf Dich acht! Bleib bei Dir und höre auf Deinen Körper! Tu das, was dir schon immer wichtig war. Mach Dein Ding und sei mit den Menschen, die dir wichtig sind. Liebe ausgiebig. Geh raus, bewege dich, mach dich frei. Tu Verrücktes und Abenteuerliches. Geh studieren, spring mutig in Neues, besuche wichtige Lebensmenschen, fahre an Deine Lieblingsorte, zelebriere, was Dir wichtig ist. Triff Menschen, die Dich so nehmen wie du bist. Die anderen lass gehen. Stell Dich denen, die nicht guttun, aber lass sie nicht allzu nah an dich heran. Sprich aus, was Dich bewegt und finde Worte, wo es welche braucht. Schweig, wo es keiner Worte bedarf. Und gönn Dir ausreichend Erholung. Tu, was dafür zu tun ist.

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Sanftmutige Wegbegleiterin, Abenteuerin, WanderWoman, Bergfreundin
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