Archiv für den Monat: Februar 2022

Nebellicht

NebelLicht

cintoa®Nebellicht

NebelLicht

Sanft und dicht liegt der Nebel über dem Tal. Die Luft riecht frisch.

Feuchtigkeit steigt in die Nase. Wir brechen auf.

Die Sonne lässt sich erahnen. Irgendwo da.

Über den Wolken schweigt sie sich aus.

So wandern wir im Halbdunkeln

in der Hoffnung auf Licht.

Mit wagem Blick in die Zukunft

im Herzen berührt von den Mut

der noch unsichtbaren Sonnenstrahlen.

Und es keimt die Gewissheit, dass Licht kommen wird.

Führung durch Herz

Herz mit Führungskompetenz

Führung durch Herz
Herzensführung

Herz mit Führungskompetenz


Dein Herz vermittelt Dir ein Gefühl 
von Stimmigkeit oder von Nicht-Stimmigkeit
von Harmonie oder Disharmonie
von gutem Klang oder Misstönen

Vertraue dem Wissen Deines Herzens
Dieser Führung in Dir 
Denn Dein Herz hat Führungskompetenz
Lass Dich inspirieren

Lass Dich von Dir selbst führen
Mit freundlicher Haltung
Einer liebevolle Umarmung
und Vertrauen in Dich!
und Deiner Führungskompetenz

Atmen Augenblick Ausruhen Berg Berge Brücken Chance Dasein Ewigkeit Frieden Gedanken Gefährten Gefühl Gipfel Gipfelglück Glauben Glück Herz Hoffnung Kaffee Kraft Leben Licht Liebe Melodie Momente Musik Mut Nebel Pause Ruhe Schlösser Schmetterlinge Seelen Sein Sonne Sonnenstrahlen Stille Tag Traum vertrauen Wandern Wege Wind Zeit

Auszeit

Gedanken für Durststrecken

Auszeit
cintoa® Aufstieg

Gedanken für Durststrecken

Ich schwitze, fühl mich angestrengt
Zweifel und Hadern
Ist der Weg zu schaffen?
Habe ich gut genug geplant?
Ist alles sorgfältig bedacht?
Besitz ich die nötige Kraft?

Der Aufstieg ist schwer
Unbequem fühlen Schuhe und Rucksack sich an
Der Gipfel wirkt unerreichbar fern
Ein Adler kreist triumphierend
Wo ist mein Weg in dieser Zeit?
War ich für die Strecke bereit?

Gedanken an Umkehr kommen auf
Ich könnte zurückgehen
Oder Wegrand sitzenbleiben
Hab meine Kräfte wohl überschätzt
Doch da sehe ich Bewegung weit vor mir
Etwa ein weiterer Passagier?

Hoffnung hüpft vom Bauch hinauf
Mein Blick hebt sich vergewissernd
berauscht von dem Gedanken
Ich bin nicht allein und nun geht´s leichter
Schritt für Schritt weiterzulaufen
Mut zu fassen und im Gehen zu verschnaufen

Ganz ruhig wird´s in mir
Der Mut kehrt zurück
Meine Gedanken wieder auf den Weg gerichtet
Spür ich neue Kraft und wie es sich in mir lichtet

					

Gleichgewicht finden

Gleichgewicht finden

Strebe nach Ruhe,
aber durch das Gleichgewicht,
nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.
Friedrich Schiller

Es heißt auch: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Was etwas altbacken und überholt daherkommt – in unseren auf möglichst nahtloses Timing ausgerichteten Leben – kann ein wertvoller Alltagsanker sein. In der Hektik unserer Tage verliert sich manchmal der Durchblick. Im anderen Extrem – dem unangenehmen Stillstand – jeder Sinn. So streben wir nach der berühmten Mitte. Dem angenehmen gespannt bleiben, das uns antreibt und Lust auf das Tun gibt und dem erholsamen Entspannen, das uns Kraft schöpfen lässt. Das Gleichgeweicht wiederfinden, ist Wunsch vieler Alltagshelden. Einfach mal nichts tun, fällt schwer. Es gibt ja immer irgendwas. Wer sein inneres Gleichgewicht „wieder“-finden möchte, könnte damit beginnen, dem eigenen inneren Ruhepol auf die Spur zu gehen. Das braucht ein wenig Übung, wenn es schon etwas länger zu turbulent zugeht. Es lohnt! In sich horchen, was jetzt gerade gut tun würde. Auch in großer Turbulenz ist es einen Versuch wert. Für einen Moment die Augen schließen, sich einen Kaffee holen (und dabei langsam gehen ohne durch den Mund einatmen zu müssen), jemandem ein Lächeln schenken. Es ist immer etwas da, mit dem wir uns eine gleichgewichtende Belohnung geben können.

SchätzeSammlerin

cintoa®: SchätzeSammlerin

SchätzeSammlerin

Reichlich Schätze hab ich gesammelt dieses Jahr. Als SchätzeSammlerin. Viele Momente werden in meinem Gedächtnis bleiben. Augenblicke, Begegnungen. Abschiede und Anfänge. Traurige und eindrucksvolle Erlebnisse. Küsse und Berührungen. Aufregungen und Müdigkeit. Bilder und Worte. Auch manches Wortlose. Der Blick auf die Menschen und Dinge, die mich im Alltäglichen umgeben. 

Im Sein zwischen den Jahren lasse ich das alles noch einmal aufleben mit konzentriertem Blick und Fühlen. Und dann gebe ich sie frei. Mache Platz für das Neue, das kommen darf und kommen wird. Was gut ist, bleibt sowieso. Mindestens im Herzen. Und so geh ich weiter auf meinem Weg und sammle Lebensschätze. Bedachter vielleicht als noch in jungen Jahren. Behutsamer in dem Wissen, wie zerbrechlich manches sein kann. Und aus dem Gehen und dem Begegnen, dem Sammeln und Loslassen entstehen die Geschichten, die ich erzählen kann. Mir selbst und anderen.

Oft sind die kleine Schätze die Schönsten. Die blauen Blüten auf dem Bild sehen von jeder Seite anders aus. Die Farbe schimmert je nach Lichteinfluss mal heller, mal kräftiger. Und jede einzelne ist ein kleines Wunderwerk für einige Zeit. Dann heißt es Abschied nehmen. Wachsen. Blühen. Vergehen. Umso schöner, dass es die Erinnerung gibt. Plätze in unseren Herzen und Gedanken. So können wir in dunklen Zeiten auf unsere inneren Schätze zurückgreifen und Kraft sammeln. Oder wie Albert Camus es so wunderbar beschrieb:

Mitten im Winter erfuhr ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher, unbesiegbarer Sommer ist.“ (Albert Camus)

Vom ab- und wieder auftauchen

Vom ab- und wieder auftauchen

Geh Du tiefer in mir
Auf dass sich Deine Spur 
in meinem Herzen nie verlier. 

Ich tauch dazu ganz sanft 
und im nächsten Moment wieder auf
ins Leben hinein 
mit all meinem Sein.
Wie ich bin und noch viel stärker.

In mir breitet sich Stille aus.
Endlich sind da Wege.
Endlich ist Licht.

Jeder der Wege eine Chance, 
etwas mehr Sicht.
Im Herzen die Kraft
mit welcher ich liebe
und die das Loslassen schafft.

In mir breitet sich Stille aus.
Endlich ist da Freude - ein Lächeln.
Endlich ist Licht.

In den Augen noch die Tränen
die die Wangen befeuchten
Tränen die durchflossen
wieder vom Leben geküsst
Es ist an der Zeit zu vergeben.

In mir breitet sich Stille aus.
Endlich kann ich weitergehen - Schritt für Schritt
Endlich ist Licht.

Ein Hoch auf das Ab- und wieder Auftauchen und das Weitergehen. 

Liebesschlösser an Brücken

@cintoa: Herzensschlösser

Liebesschlösser an Brücken

Da hängen sie, aufgereiht. Herz an Herz. Liebesschlösser an Brücken. Zu tausenden hängen sie an Brückengeländern, Laternen, Bänken oder Gittern. Ein romantisches Ritual von Verliebten, die ihre Liebe damit besiegeln und verewigen. Was in den Herzen ist, wird nach außen für alle sichtbar gemacht: Mit Initialen. Mit Datum. Hier sind wir und wir lieben uns. Das halten wir hier fest für immer. Die Brücke als Symbol der Verbindung, steht schließlich auch ewig. Wir schließen unsere Liebe ein. 

Haben zwei das Schloss befestigt, werfen sie oft den Schlüssel in das Wasser unter der Brücke. An der Milvischen Brücke in Rom erfolgt dies mit dem Ausspruch per sempre („für immer“).

Lauter Liebesgeschichten hängen so aneinander aufgereiht. Schloss an Schloss. Liebesgeschichte an Liebesgeschichte. Zwei, die sich ewige Liebe schwören. Doch manch behängte Brücke ächzt unter der Last der vielen Liebenden. Auch Rost setzt an. Sollte Liebe nicht leicht sein? Lässt sie sich einschließen? Für immer? Und das Wasser unter der Brücke? Fließt es nicht unaufhörlich weiter und weiter. Trägt es gar den Geist der Schloss-Lieben fort in seinem Fluss?

Was wohl die Liebe dazu sagen würde?

Im Strom des Gewöhnlichen

cintoa: redkite

Im Strom des Gewöhnlichen

erhoben im Strom des Gewöhnlichen
eine stille Kühle fühlend
bekannte Untiefen rufen
kann das alte Lied neu hören
 
es ist Zeit zu atmen
mit einer kleinen Bewegung
weit in den Himmel strecken
es gibt nichts für diesen Moment
 
in stumpfe Sorglosigkeit
auf Gipfel geklettert, um die Welt zu sehen
von unfreundlichen Böen zu Boden geworfen
versuchte festzuhalten, was keinen Halt gab
 
es ist Zeit zu atmen
mit offenen Armen
weit in den Himmel strecken
es gibt nichts für diesen Moment
 
vom Alltagslicht betäubt
müder Blick wandert in die Ferne
Kopf neigt sich milde und verwundert, 
Farben verschwimmen, tanzen ihren Regenbogentanz
 
es ist Zeit zu atmen
mit geschlossenen Augen
weit in den Himmel strecken
es gibt nichts für diesen Moment

Herzensmensch

@cintoa: Mosaikherz

Herzensmensch

Tausend Küsse send ich meinem Herzenmenschen.
An Dich mag ich so gerne denken.
An Dir, ja an Dir liegt mir was. 
Mit jedem Lächeln sage ich Dir das. 

Ohne Erwartung und ohne Bedingung. 
Wir schaukeln in einer grandiosen Schwingung.
Hüten in uns freudig hüpfende Herzen
Nichts kann uns diese Freude verschwärzen.

Dass es Dich gibt in meinem Leben
was könnte das Glück mir Schöneres geben. 
So dankbar, Dich erfahren zu dürfen. 
Es ist, als würden unsere Seele sich schlürfen. 

Augenblicksblinken

Augenblicksblinken

Flügelt ein kleiner blauer
Falter vom Wind geweht,
Ein perlmutterner Schauer,
Glitzert, flimmert, vergeht.
So mit Augenblicksblinken,
So im Vorüberwehn
Sah ich das Glück mir winken,
Glitzern, flimmern, vergehn.

Hermann Hesse

So sind es die Augenblicke, oft so kostbar sind. Die Augenblicke, in denen wir erkennen. Die Augenblicke, in denen wir innehalten, sie genießen, lächeln und sie speichern in der Erinnerung, bevor sie vergehen. Ein ewiges Blinken, so scheint mir so mancher Augenblick. Nichts bleibt vermeintlich. Und doch bleibt etwas. In unseren Herzen. In unserer Erinnerung. In unserem Leben. Ein ewiges Blinken.

Lauschen auf´s Leben

@cintoa: Lauschen

Lauschen auf´s Leben

Lauschen
… auf das Leben
 was es sagt
 was es fragt
 was es bereit hält
 ob ich bereit bin?

Lauschen
… den Wegen
wie sie sich anfühlen
beim betreten
was sie uns erzählen
ob wir‘s verstehen?

 Lauschen
… dem Rhythmus
der Jahre und Stunden
dem Takt, ist er meiner?
mich gut zu begleiten
durch meine Zeiten

allegro con brio – fröhlich mit Elan

Allegro con brio – das heißt „fröhlich mit Elan“

Wenn es Fröhlich sein soll mit Elan 
schalte ich Beethovens 5. Sinfonie laut an 
eine Melodie, bei der ich für eine Weile vergessen kann 
was an Gedanken und Sorgen rast in meinem Kopf 

ich stoppe unverhofft meinen Alltagsdauerlauf 
und lausche interessiert dem ungestümen Orchester 
mache mich innen ganz weit auf 
so feierlich klingt es in mir

staune immer wieder über jene ruhige Kraft 
die mich überkommt und den etwas Schwung
ich fühl mich jugendlich sommerhaft 
leicht angehoben von den Tönen

die mir den Rahmen spannen um meine innere Galerie
was sich beschützend anfühlt und auch ein wenig wild
so wie die 5. von dem Genie
sie sorgt auf jeden Fall für ein unglaublich gutes Gefühl

Schwedisches Waldmärchen

Schwedisches Waldmärchen

Was ist das Leben?

An einem schönen Sommertag um die Mittagszeit war große Stille am Waldrand. Die Vögel hatten ihre Köpfe unter die Flügel gesteckt, und alles ruhte. Da streckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte. «Was ist eigentlich das Leben?» Alle waren betroffen über diese schwierige Frage. Die Heckenrose entfaltete gerade eine Knospe und schob behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie sprach: «Das Leben ist eine Entwicklung.» Weniger tief veranlagt war der Schmetterling. Er flog von einer Blume zur anderen, naschte da und dort und sagte: «Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.» Drunten im Gras mühte sich eine Ameise mit einem Strohhalm, zehnmal länger als sie selbst, und sagte: «Das Leben ist nicht als Arbeit und Mühsal.» Geschäftig kam eine Biene von einer honighaltigen Blume auf die Wiese zurück und meinte dazu: «Nein, das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.» Wo so weise Reden geführt werden, streckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und brummte: «Das Leben? Es ist ein Kampf im Dunkeln.» Nun hätte es fast einen Streit gegeben, wenn nicht ein feiner Regen eingesetzt hätte, der sagte: «Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.» Dann zog er weiter zum Meer. Dort brandeten die Wogen, warfen sich mit aller Gewalt gegen die Felsen und stöhnten: «Das Leben ist wie ein vergebliches Ringen nach Freiheit.» Hoch über ihnen zog majestätisch der Adler seine Kreise. Er frohlockte: «Das Leben, das Leben ist ein Streben nach oben.» Nicht weit vom Ufer entfernt stand eine Weide. Sie hatte der Sturm schon zur Seite gebogen. Sie sagte: «Das Leben ist ein Sich neigen unter eine höhere Macht.» Dann kam die Nacht. Mit lautlosen Flügeln glitt der Uhu über die Wiese dem Wald zu und krächzte: «Das Leben heißt: die Gelegenheit nützen, wenn andere schlafen.» Und schließlich wurde es still in Wald und Wiese. Nach einer Weile kam ein junger Mann des Wegs. Er setzte sich müde ins Gras, streckte dann alle Viere von sich und meinte, erschöpft vom vielen Tanzen und Trinken: «Das Leben ist das ständige Suchen nach Glück und eine lange Kette von Enttäuschungen.» Auf einmal stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach: «Wie ich, die Morgenröte, der Beginn eines neuen Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit!»

aus: Schwedisches Waldmärchen

Meines Wesens Dunkelstunden …

@cintoa: mare

Meines Wesens Dunkelstunden …

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein täglich Leben schon gefunden
und wie Legende weit und überwunden.

Aus ihnen kommt mir Wissen, dass ich Raum
zu einem zweiten zeitlos breiten Leben habe.
Und manchmal bin ich wie ein Baum,
der, reif und rauschend, über einem Grabe
den Traum erfüllt, den der vergangne Knabe
(um den sich seine warmen Wurzeln drängen)
verlor in Traurigkeiten und Gesängen.

Rainer Maria Rilke

Morgenstiller Moment

Morgenstiller Moment

@cintoa: Kaffee im Morgenstillen

Morgenstiller Moment

Sonnenstrahlen wärmen sanft meine Stirn
Nächtliche Kühle kriecht noch unter den Pullover
Eine Elster schnattert aufgeregt
Die Sonne zeigt sich davon unbewegt

Still ist es noch überall
nur der Vögel Urgezwitscher 
ich atme tief ein in meiner morgendlichen Oase
Kühle Luft zieht in die Nase

Was kann näher sein
An uns, an mir
Als sich hinhalten, genau zu hinzuspüren
Und sich hineinfallen lassen in den Tag durch alle Türen

Abgestreift ist das Dunkel der Nacht
All die Gedanken, furchtvolle Gespinste und Geräusche
Die auffahren, nicht schlafen lassen
All das scheint jetzt lächerlich und nicht mehr recht zu passen

In des Tages Angesicht 
streck ich die Nase dem Licht entgegen
Saug in mich auf seine Wärme und Kraft
So machen der Tag und ich unsere erste Bekanntschaft

Für einen morgenstillen Moment.